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Start Schäfflertanz Rote Herrlichkeit bei klirrender Kälte

Rote Herrlichkeit bei klirrender Kälte

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„Brrrrh...“ - die eisige Kälte ging den Schäfflern am Wochenende des 11./12. Februar durch Mark und Bein. Nach 34 Tänzen war man am Ende froh, im warmen Kämmerlein auftauen zu dürfen. Der Sonntag mit dem Besuch einer Schäffler-Delegation aus Murnau hatte es dabei noch einmal in sich. Getragen wurden die „Rotjacken“ wieder von der Begeisterung des Publikums.

„Die Schäffler on Tour mit dem Stanglmeier-Bus“ hieß es am Samstag Vormittag, als das Thermomenter wiederum stolze minus 17 Grad anzeigte. Gastspiele gab’s in Auerkofen wie in Pötzmes bei Gemeinderat Franz Peter, gleichzeitig der 2 200. Tanz in der Historie des Mainburger Schäfflertanzes; hinterher marschierte man bei Kreisrat Albert Stuber (Stuber Sonne) im Süden Mainburgs auf, wo sich auch Landtagsabgeordneter Martin Neumeyer unter die Gäste gemischt hatte.


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Als große Ehre wurde die Einladung von Josef Steffel in Gschwellhof empfunden. Der rüstige Gastgeber war selbst Schäfflertänzer anno 1949! Über Oberempfenbach ging’s gen Meilenhausen, wo die Schäffler seit 1991 bereits zum vierten Mal in Folge Station machten. Bei Ortssprecher Josef Hagl ist diesmal Sohnemann Sebastian als Kronenträtger mit von der Partie, den man entsprechend hochleben ließ.

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Zurück in Mainburg freute man sich auf den Tanz bei Christian Schöll. 1991 war er selbst aktiv, seine Frau Karin damals Marketenderin. Seit 1998 ist zuständig für den „Schäffler-Express“ und die Zuverlässigkeit in Person. Unter anderem zu Ehren seiner Schwester Lisa schwang Reifenschwinger Albert Huber in der Abensberger Straße.
Große Augen machten die Kleinen des Kinderhortes, die in der Schüsselhauser Straße warteten. Katharina Ettenhuber, die Vorsitzende des Frauenvereins, konnte beim Blick in die Runde der Schäffler etliche ehemalige Kindergartenkinder wiedererkennen.
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Bei Georg Feigl wurde man von einem Ex-Schäffler empfangen, der sowohl 1991 wie auch ’98 mit von der Partie war. Über die Lohmühle und den Wiesenweg steuerte der Schäfflertross dem Tanzort Am Hang entgegen. Dort hatte Daniel Thoma, der zur 2012er Garde zählt, quasi ein Heimspiel bei seinem Opa Erich Zierer. Bruder Dominik war vor sieben Jahren mit von der Partie und bekam gleichermaßen einen Reifenschwinger. Die Thomas, eingefleischte Fans der „Rotjacken“, präsentierten als Überraschung für die Aktiven Schäfflerschals.
Einen großartigen Empfang bereitete den „Rotjacken“ auch die Familien Gerl und Reimer, die nach dem letzten Tanz des Tages zu einer großen Sause in der Landmaschinenhalle in „Straßäcker“ geladen hatte. Hans Gerl jun. trug den roten Frack bekanntlich im Jahre 1991. Neffe Max Reimer tut es ihm heuer gleich. Abteilungsleiter Ralf Lutzenburger dankte mit einem kleinen handgefertigten Holzfassl und Blumen für die Damen des Hauses.

In der Nacht zuvor sollte das Thermometer wieder auf Werte bis zu minus 20 Grad und darunter fallen. Das verlangte Höchstleistung von den Aktiven wie den Musikanten, die vor allem am Morgen und am Abend verstärkt gegen das Einfrieren ihrer Instrumente ankämpften.

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Dazwischen lachte die Sonne vom Himmel und sandte ihre Strahlen, die zumindest ein wenig wärmten. Kaum zu überbieten war auch an diesem Tage die Verköstigung bei den Tanzbestellern, die obendrein mit etlichen Überraschungsgeschenken aufwarteten.
Ausgangspunkt war das Elternhaus von Standartenträger Martin Habel in Sandelzhausen. Von dort ging es zu Ex-Stadtrat Andreas Voit. Bei Helmut Mayer machten die „Rotjacken“ bei einem altgedienten Schäffler Station, der zweimal (1970 und 1977) aktiv war, seine Frau Luise 1977 als Marketenderin. Geladen hatte auch der TSV, der vor dem Vereinsheim tanzen ließ.
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Im Neuhausener „Lohholz“ hieß Robert Zehentmeier willkommen, der 1984 selbst tanzte und seither als Reifenkasperl fungiert. In Unterempfenbach zählt Martin Goldbrunner, gleichermaßen Ex-Aktiver 1970 wie ’77, zu den festen Anlaufstationen der Schäffler.


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Zurück in Mainburg, ließen die „Rotjacken“ Hans Bachner sen. hochleben. Das TSV-Ehrenmitglied und langjähriger Handball-Abteilungsleiter hatte 1963 selbst getanzt. Eine riesige Prinzregenten-Dessertschnitte samt Schäffler-Gruppenbild obendrauf wurde bei der Bäckerei Bugl serviert.

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Den Schlusspunkt an diesem Tage in Mainburg setzte man bei Günther Lutzenburger, aktiv 1956 und sieben Jahre später nochmals als Vortänzer.
In Gasseltshausen tanzten die Schäffler im Hause Waldinger, aus dem mit Sohn Mathias ein Aktiver der 2012er Garde stammt.

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Über Aiglsbach ging’s am Abend zurück nach Pöbenhausen, wo abschließend noch drei Tänze auf dem Programm standen. Komiteemitglied Sigi Weingartner war 1984 Schlusstänzer und ist seit 1998 Tanzmeister. Als „verhinderter“ Schankmeister bekam er einen Crashkurs über die Methoden, den Inhalt eines Bierfassls richtig einzuschätzen.


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Ein großes Hallo gab es auch im Hause Bachmeier, wo Sohnemann Lorenz 2005 den roten Frack trug. Bei Georg Bachmeier liegt dies mittlerweile 14 Jahre zurück. Beim Wirt wurde denn auch der Schlusspunkt gesetzt. „Heid gibt’s a Rehragout“ hieß es dort, das sich die Schäffler auf Einladung aller drei Pöbenhauser Tanzbesteller munden ließen.
Weitere Bilder von den Tagen unter www.hallertauer-zeitung.de.