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Start Triathlon

Christa Schmid und Susi Winkler beim Arber Radmarathon

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Am Sonntag, den 26. Juli fand der Arber Radmarathon statt. Mitten unter den knapp 7.000 Startern auch zwei Mainburger TSV Athletinnen, die sich für die Strecke C (125 km und 1100 HM) angemeldet hatten. Insgesamt gibt es 5 (zwischen 55 und 250 km) anspruchsvolle, aber landschaftlich wunderschöne Strecken durch den vorderen bayerischen Wald und das hügelige Arbergebiet mit knackigen kurzen Anstiegen. Um 8 Uhr fiel für die beiden Damen am Dultplatz in Regensburg der Startschuss und mit 23° und Sonnenschein gab es perfektes Wetter für diesen Sport. Auch die Kulinarik kam nicht zu kurz, denn an insgesamt 3 Verpflegungsstellen wurde ausgiebig für das leibliche Wohl gesorgt. Im Ziel angekommen ging es gemütlich weiter und man ließ den Nachmittag im Zielbereich ausklingen.

 

Dudek und Winkler finishen bei der Challenge Roth

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"Guat schaust aus!"

Das ist die wohl verbreitetste Lüge, die bei einem Langdistanzrennen den Athleten üblicherweise zugerufen wird.

... Es sei denn, man bereitet sich so akribisch vor wie Susi Winkler und Wanda Dudek für ihren ersten Start bei der Challenge Roth. Beide hatten jeweils einen Trainer engagiert, der sie zielgerichtet über 8 – 12 Monate mit Plänen versorgte. Diese wurden bis zum Tag X äußerst diszipliniert abgearbeitet, so dass der geneigte Zuschauer am Streckenrand überhaupt keine motivationssteigernden Lügen verbreiten musste. Meistens jedenfalls.

Nachdem also die gesamte Freizeit geopfert, die mentale Stärke ins unmenschliche gesteigert und auch das letzte Detail bedacht wurde, folgte der Auftakt im fränkischen Roth bereits am Vortag des Wettkampfs. Die Rad- und Wechselbeutelabgabe ist ein logistischer Kraftakt, Wettkampfbesprechung, Messerundgang, Pastaparty – es gab genügend zu tun. Immerhin lenkte das von der allgegenwärtigen Angst ab, zu wenig trainiert oder irgendwas vergessen zu haben. Die sorgte erst in der Nacht für ein paar schlaflose Stunden. Letztendlich waren die Ladys froh, als es dann endlich losging.

Der Tag begann um 4.00 Uhr morgens mit moderater Anspannung, die sich von Minute zu Minute steigerte, um zum Start um 6.45 Uhr ihren Höhepunkt zu erreichen. In Roth wird in Startgruppen geschwommen und zudem im Main-Donau-Kanal, sodass die erste Disziplin erwartungsgemäß für beide Damen kein Problem war. Wanda schwamm starke 1:06 Stunden auf den 3,8 Kilometern. Susi benötigte knapp 20 Minuten mehr und wurde deshalb von den schnellen Schwimmern der Startgruppe hinter ihr eingeholt. Der erste Wechsel klappte reibungslos, nicht zuletzt wegen den sehr aufmerksamen Helfern, die routiniert jeden Handgriff beherrschten.

Das Radeln gestaltete sich zunächst recht angenehm. Am frühen Morgen waren die Temperaturen noch erträglich, der Wind stellte sich erst auf der zweiten Radrunde ein. Erst mal hieß es also die Highlights genießen. Die Biermeile in Eckersmühlen, der Kalvarienberg in Greding sind da unter anderen zu nennen. Und natürlich der Solarer Berg in Hilpoltstein, das Mekka der Triathleten schlechthin. Dort wird man regelrecht von den Zuschauermassen hochgetragen. Aber auch auf dem Rest des Radparcours standen immer wieder die mitgereisten Fans und feuerten die beiden Mainburgerinnen frenetisch an. Erst als der Wind zunehmend stärker und böiger blies wurde es kräftezehrender. Und auch schmerzhafter. Rücken, Nacken, Füße und der Allerwerteste meldeten maximale Bedenken an. Die zweite Wechselzone wurde deshalb von den beiden Athletinnen sehnsüchtig erwartet und auch nach 6:05 Stunden (Wanda) beziehungsweise 6:30 Stunden (Susi) erreicht. Schließlich stand dann nach den 180 Kilometern auf dem Rad ja nur noch der Marathon auf dem Programm.

Aber Frau wäre nicht Frau, wenn nicht erst mal komplettes Umziehen angesagt wäre. Das Auge läuft schließlich mit und Prüderie ist in der Wechselzone sowieso am falschen Platz. Auch hier wurde von der internationalen Helferschar maximal unterstützt. Solchermaßen erfrischt spulte Susi wie im Training geübt und immer mit Blick auf die Pulsuhr konstant Kilometer um Kilometer runter. Wanda indessen versuchte es erst mal wechselnd zwischen Laufen und Power-Walking-Modus. Dass es bei ihr nicht ganz rund lief, ist in ihrem Zuruf an einen mitgereisten Fan gut dokumentiert: „Nie wieder mache das!“, gab sie glaubwürdig zum Besten. Erst ab Kilometer 35 kam bei ihr die zweite Luft, womöglich hätte die Lauftrecke noch ein paar Kilometer länger sein müssen.
Susi hingegen hatte ab 28 Kilometer zu beißen, aber schließlich ist das die Ironmandistanz, da kann man das schon erwarten. Wer beißt braucht auch etwas zu trinken, bei den mittlerweile herrschenden hohen Temperaturen vorzugsweise Isotonisches. Es geht das Gerücht, Susi hätte den Rat befolgt und an der vorletzten Verpflegungsstation Bier getrunken. Das würde den glücklichen Gesichtsausdruck auf den letzten Laufkilometern erklären.
Letztendlich erreichte Susi nach 5:11 Stunden und Wanda nach 4:55 Stunden souverän das eigens aufgebaute Rother Stadion, um den Zieleinlauf dann ganz unterschiedlich wahrzunehmen. Beide verbindet aber die große Erleichterung und die Freude über das Erreichte, worauf sie auch stolz sein können. Wanda schaffte eine Endzeit von 12:15:38 Stunden, Susi 13:22:11 Stunden und sind somit als gestandene Eisenfrauen im Mainburger Triathlon-Olymp angekommen. Als solche nimmt die weitere Entwicklung vermutlich den üblichen Verlauf. Am Ende des Wettkampfs beteuert man, so etwas nie wieder zu machen. Am Tag danach folgt die Relativierung - vielleicht in 30 – 40 Jahren nochmal. Einen weiteren Tag später kommt dann die Zusicherung, auf keinen Fall nächstes Jahr. Man darf also gespannt sein, wer im nächsten Jahr wieder ein Langdistanzrennen bestreitet.

 

 

Countdown läuft...

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Die Anmeldung zur Challenge Roth 2015 habe ich wohl a) meiner großen Klappe und b) meinem eigenen Ehrgeiz zu verdanken, der sich vor einem Jahr groß gezeigt, sich aber im Moment ziemlich aus dem Staub gemacht hat.

Es ist wie es ist, nach einem Jahr Training beginnt nun das große Flattern und es wird ernst. Den letzten "kleinen" Vorbereitungswettkampf habe ich nun also am Sonntag den 28. Juni 2015 beim kleinen Bruder der Challenge, dem "Rothsee Triathlon" über die olympische Distanz absolviert.

Die Veranstaltung war top organisiert, die Helfer super freundlich und hilfsbereit wie immer in Roth und sogar das Wetter war perfekt. So durfte ich also um kurz nach 9 Uhr morgens mit einer reinen Frauengruppe 5 Minuten nach den Profis starten. Für mich als nicht besonders gute Schwimmerin eine große Erleichterung, dass erst 15 Minuten später die schnellen Herren ins Wasser durften, denn dadurch war die Gefahr auf den 1,5km nicht von hinten überrollt zu werden, sogar für mich relativ gering. Ich wollte das also ganz entspannt angehen, zumindest habe ich mir das in meinem Kopf so zurecht gelegt und mir kein Tempo aufzwängen lassen. Ich denke das ist mir gelungen und somit bin ich nach 34 Minuten aus dem Wasser gekrabbelt, für mich echt eine solide Schwimmzeit und ich war also auf der ersten Disziplin total zufrieden mit mir.

Allerdings habe ich anschließend ca. 6 Minuten in der Wechselzone verbummelt, für angehende Ironwomen natürlich "eigentlich" ein "no go", aber das war mir in dem Moment total schnuppe. Mir war wichtig mich kompl. abzutrocknen um nicht zu riskieren noch krank zu werden (ich war mit diesem Gedanken allerdings die Einzige (?)), ich konnte gar nicht so schnell mein Handtuch aus dem Beutel pfriemeln wie alle an mir vorbei gezogen sind. Nun denn, auch ich war dann irgendwann mal fertig und saß auf meinem Rad um 42km lang Challenge Feeling zu spüren. Ich hab dann tatsächlich noch ein paar Damen einsammeln können und war nach für mich "gut gefühlten" 1:25 wieder in der Wechselzone bei meinen Laufschuhen.

Da ich aber relativ selten meinen inneren Schweinehund überwinden kann um mich mal so richtig aus zu powern - "es könnte ja etwas weh tun", war meine Devise, "jetzt schaun mer mal was geht gell". Die Strecke kann man schon als selektiv bezeichnen, aber gut, das weiß man ja vorher und es waren ja nur 10 Kilometer. Man kann ja viel denken während man so vor sich hin läuft. Bei mir war es irgendwie in der Art, "schön, heute nur 10 Kilometer, aber in 2 Wochen dann x4 - gruselig und wie soll das bitteschön funktionieren"? Naja, ich bin dann nach 53 Minuten plus X im Ziel gelandet und habe es tatsächlich noch unter meiner "magischen" 3 Stunden Marke geschafft. 2:59 war meine Endzeit und das ist für mich ein echt gutes Ergebnis - also, auf zur Challenge - ich bin bereit.

 

 

Schlosstriathlon Moritzburg wieder mit TSV-Beteiligung

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Auch in diesem Jahr beteiligte sich TSV-Triathlet André Giebler an den „Triathlonfestspielen“ im Sächsischen Moritzburg.

Traditionell fällt bereits am Freitag der Startschuss zum sportlichen Triathlon-Wochenende mit der Nudelparty und Livemusik. Am Samstag gehen die „Barockmänner“ über die Lang- und Mitteldistanz auf die Strecke. Hierbei war sicher der neue Streckenrekord von Ulrich Konschak (ORTHIM Triathlon Team) in der Zeit von 8:48:41 das sportliche Highlight. Dabei herrschten über den Tag Temperaturen von 30°C. Erst am Nachmittag fiel das Thermometer im Regen auf 20°C.

Am Sonntag den 14.06.15 standen dann die Wettbewerbe „Olympisch“ und „Sprint“ auf dem Zeitplan. Das Ziel von André war hierbei, seinen Landesmeistertitel über die Sprintdistanz vom letzten Jahr zu verteidigen. Bei besten Bedingungen und 26°C fiel der Kanonenschuss um 15:03 Uhr um die Athleten ins angenehm warme Wasser des Schlossteichs zu entlassen. Nach 750m Schwimmen, 20 km Radeln und 5 km Laufen war auch schon wieder alles vorbei und André musste sich trotz schnellerer Zielzeit gegenüber dem letzten Jahr einem Athleten aus der Lausitz geschlagen geben und heuer mit dem „Vize“ in der AK 55 zufrieden sein. Dennoch hat es wieder großen Spaß gemacht und war Sport vom Feinsten.

 

Hans Schmid erneut beim härtesten Triathlon der Welt erfolgreich

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 3,86 Kilometer Schwimmen im Pazifischen Ozean, 180 Kilometer Rad fahren überwiegend auf einem Highway mitten durch schwarze, heiße Lavafelder und zum Abschluss noch ein ganzer Marathonlauf lang bei extremer Hitze und Luftfeuchtigkeit – Wer das gerne erleben will muss zum Ironman-Triathlon auf Hawaii.

Doch so einfach ist das nicht, denn zuvor muss man sich qualifizieren und dann eine lange und beschwerliche Anreise von Frankfurt über San Francisco nach Kona auf Hawaii über sich ergehen lassen.

Hans Schmid aus Siegenburg nahm das bereits zum zweiten Mal nach 2009 auf sich, nachdem er sich in Kalmar/Schweden sieben Wochen zuvor einen Startplatz für die Ironman Weltmeisterschaft erkämpft hatte. Damit war er einer von 160 Athleten aus ganz Deutschland, die sich diesen sportlichen Traum erfüllen konnten.

Bei der Mutter aller Triathlons herrschten dieses Jahr im Vergleich zu den vergangenen Jahren richtig harte Bedingungen mit starken Wellen, heftigem Wind, großer Hitze und Luftfeuchtigkeit. Bedingungen, die vor allem den starken Radfahrern im Feld entgegenkommen. Nicht zuletzt deswegen konnte mit Sebastian Kienle, dem stärksten in dieser Disziplin, endlich wieder ein Deutscher das Siegerpodest erobern.

Einige Tage nach der Ankunft hatte sich auch Hans Schmid akklimatisiert und letzte Tipps von den Profis beim morgendlichen Schwimmen am Pier eingeholt. So ging es für den TSV Mainburg startenden Triathleten zusammen mit den anderen 2186 Athleten an die erste Disziplin, dem Schwimmen im lauwarmen Pazifik, wo ihn die Unterwasserwelt mit bunten Fischschwärmen, Schildkröten und Delfinen beeindruckten. Aber da er nicht zum Bewundern der heimischen Fauna angereist war, legte er auch ein ordentliches Tempo vor, so dass die 3,86 Kilometer bereits nach 1:09 Stunden zurückgelegt waren.

Nach dieser Erfrischung zu Beginn wartete nun der Highway durch die schwarze Lavawüste, durch die die Hitze noch verstärkt wird und man durch den Wind das Gefühl hat, ein Fön bläst einem ins Gesicht. Dementsprechend hatten die Organisatoren für eine gute Versorgung sowohl auf der Rad- als auch auf der Laufstrecke gesorgt. Es gab eiskalte Getränke, flüssige Kohlehydratgels und crushed Eis zum Abkühlen, so dass den Athleten etwas Linderung verschafft wurde.

Hans Schmids Ehrgeiz war aufgrund der kurzen Regeneration seit seinem Qualifikationsrennen in Schweden eher bescheiden – „Spaß haben und mit einem Lächeln ins Ziel laufen“, so seine Aussage vor dem Start. Deshalb versuchte er auf dem Rad ein möglichst gleichmäßiges Tempo zu fahren und nicht allzu viel an Substanz zu verlieren. Schließlich sollte ja noch ein Marathon gelaufen werden. 5:25 Stunden benötigte er für die 180 Kilometer, was einem Schnitt von über 33 km/h entspricht. Dass das die richtige Taktik war, zeigte sich beim Laufen. Zwar verlor er auf den 42,195 Kilometern noch über 20 Plätze, aber immerhin war er mit seiner Zeit von 3:59 Stunden noch unter der Vier-Stunden-Marke. Und, soviel Zeit muss sein, 300 Meter vor dem Ziel ließ er sich nicht nehmen, die Lederhose anzuziehen und sich eine Bayernfahne zu schnappen. Derart gerüstet reichte es beim Zielbanner nicht nur für ein Lächeln. Neben der Endzeit von 10:43:11 Stunden ziert nun ein breites Lachen das Zielfoto, das Hans Schmid als Andenken an den härtesten Triathlon der Welt, den Ironman Hawaii, mit nach Hause nehmen konnte.

 

 


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