TSV Logo mit Abteilungen Startseite Aerobic Badminton Basketball Floorball Handball Judo Leichtathletik Nordic Walking Radsport Reitsport Schach Schäfflertanz Schwimmen Tanzen Tauchen Tennis Tischtennis Triathlon Turnen Volleyball
  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Triathlon

Grenzen überschreiten - Michael Klement finisht seinen ersten Ultratraillauf

E-Mail Drucken

ultratraillauf mkAls er vor etwa 12 Monaten von einem Geländelauf im Bayerischen Wald hörte, wurde Triathlon-Abteilungsleiter Michael Klement neugierig. Er machte sich schlau und dachte sich, er habe schon so vieles gemacht (Ironman, Duathlon, Marathon, Wintertriathlon usw.), wieso also nicht mal was ganz anderes, zum Beispiel den Ultratraillauf im Lamer Winkl. Sofort ging‘s zur Anmeldung, da der Lauf innerhalb von 14 Stunden ausgebucht war. Er entschloss sich für die kurze Variante („Da Ossa und sei Riese“ mit 25 km Länge und 1200 Höhenmetern). Mit großer Vorfreude fuhr Michael am Samstag früh nach Lohberg, wo um 11 Uhr der Startschuss durch die Böllerschützen fiel. Begleitet durch die örtliche Blaskapelle und noch etwa 250 weiteren Teilnehmern ging es frohen Mutes auf die Strecke, ohne zu wissen, was auf ihn zukommen würde. Er wollte einfach Spaß haben und, wenn es ginge, unter vier Stunden gesund ins Ziel kommen.


Nach einem gemächlichen Downhill in ein idyllisches Tal, stieg der Trail zunächst entlang von Sommerau mit grandiosen Ausblicken auf den Goldsteig mit Schwarzeck, Enzian und Arber an. Steil querte er dann hoch nach Oberhaiderberg, wo sich der Blick auf die vor den Läufern liegende Strecke zwischen Zwercheck und Osser öffnete. Nach etwa einer Stunde erreichte Michael die erste Verpflegungsstation, die sehr willkommen war, denn mittlerweile hatte sich die Luft auf über 23 Grad erwärmt. Bis dahin war alles noch im Rahmen, aber was dann kam, war für Michael eine neue Erfahrung. Der Anstieg zum Zwercheck führte über stark verwurzelte und verblockte Trails. Der Lohn dafür war nach ungefähr zehn Kilometern der gigantische Ausblick auf die gesamte Strecke, die bisher in den Beinen steckte. Nach einem sehr schön zu laufenden Trail entlang der deutsch- tschechischen Grenze ging es einen sehr steilen Pfad runter. Mit dem Ergebnis, dass die Oberschenkel anschließend fast leer waren. Um den Körper zu stabilisieren brauchte es sehr viel Konzentration und den verpflichtend mitgeführten und vom Veranstalter kontrollierten Laufrucksack. Darin befanden sich Getränke, Riegel, Kälte- und Regenschutz sowie Ersthelfer-Set für etwaige Blessuren. Nun folgte ein sehr angenehmer Teil auf einer leicht abschüssigen Schotterstraße von etwa vier Kilometern Länge. Mit Blick auf den Osser bog dieserer nach gut 15 Kilometer in den Schlussanstieg zum Großen Osser ein.


Michael musste jetzt nochmal alles aus sich herausholen (diesen Anstieg laufend zu meistern gelang nur der Elite) um mit wirklich allerallerletzter Kraft über den Gipfel zu kommen, wo gleich unterhalb auf der Bergwachthütte die zweite Verpflegungsstation wartete. Nun war das geschafft. Nachdem er an die eigenen Grenzen gestoßen war, genoss Michael den Ausblick bei besten Leckereien und Musik. Er freute sich nun auf die restlichen sieben Kilometer Trail (etwa 40 Zentimeter schmaler und kurviger Weg über Stock und Stein), die vom Veranstalter besonders hervorgehoben wurden. Aber, um es kurz zu machen, es war der Wahnsinn! Die Beine konnten keinen Halt mehr geben und so war der Trail über Felsen nur noch eine Wanderung, die sehr viel Kämpferherz erforderte. Drei Kilometer vor dem Ziel motivierte Michael noch ein Mitstreiter, den er zuvor noch überholt hatte, mit ihm zu laufen und es stellte sich wieder mal heraus, geteiltes Leid ist halbes Leid. Mit grandiosem Ausblick auf Lam und den Anfeuerungsrufen der vielen Zuschauer liefen sie nach 4:06 Stunden Hand in Hand durchs Ziel. Bei diesem Lauf verschob Michael seine bis dahin geglaubten Grenzen neu!

Nun heißt es, Wunden lecken und sich mit dieser neuen Erfahrung auf den nächsten Lauf vorzubereiten, der im Herbst in Bodenmais stattfindet.

 

 

Christa Schmid in Dingolfing auf dem Siegerpodest

E-Mail Drucken

 1 Dingolfing HM

Kurzentschlossen aufgrund der guten Wetterprognosen entschloss sich Christa Schmid beim 13. Dingolfinger Halbmarathon anzutreten. Glücklicherweise hielt der Wettergott sich auch an die Vorgaben, so dass sie sich zusammen mit 300 Mitstreitern bei bestem Laufwetter auf die 21,1 Kilometer lange Strecke begab. Die wiederum war aufgeteilt in vier Runden, jeweils durch die Stadt und das weitläufige BMW-Gelände. Das hatte den Vorteil, von vielen Zuschauern regelmäßig angefeuert zu werden. So hatte Christa vom Start weg ein gutes Gefühl und lief die erste Runde schneller als geplant. Auch in der zweiten Runde waren die Beine noch gut. Danach wurde sie von ihrem Mann Hans begleitet und zusätzlich motiviert. Am Schluss gab Christa nochmal alles um mit einer neuen persönlichen Bestzeit ins Ziel zu laufen. Die steht jetzt bei starken 1:40:49 Stunden – in ihrer Altersklasse konnte da keine Dame mehr folgen. Somit also Sieg in der AK 45 und von allen Damen die achtschnellste Zeit. Bei der Siegerehrung zeigte Christa deshalb zu Recht und voller Stolz ihr strahlendstes Lachen.

 

 

Martin Danböck beim härtesten Mountainbike-Etappenrennen über die Alpen

E-Mail Drucken

coll 1

Spektakuläre MTB-Strecken, traumhafte Panoramen, überwältigende Pässe, wunderschöne Etappenorte und 1200 radsportbegeisterte Teilnehmer aus über 40 Ländern machen dieses Rennen zu einem absoluten Highlight der weltweiten Mountainbike-Szene. In sieben Tagen werden rund 610 Kilometer und mehr als 19.000 Höhenmeter beim Craft Bike Transalp bezwungen. Adrenalin pur!

Der Reiz am Extremen, so könnte man den mehrmaligen Langdistanz Finsiher und ehemaligen Abteilungsleiter der Triathlon Abteilung Martin Danböck beschreiben. Deshalb liebäugelte er schon vor knapp 10 Jahren, als er vom Rennrad auf das Mountainbike wechselte, mit einer Teilnahme am härtesten Mountainbike Rennen der Welt.
Und kurz vor seinem 50. Geburtstag machte er sich selbst ein Geschenk und seinen lang gehegten Traum zur Wirklichkeit. Er ging mit seinem Teamkollegen Markus Maier, bei Craft Bike Transalp 2015 als 2er Team an den Start! In sieben Tagesetappen mit technischen Herausforderungen im Grenzbereich, werden von Ruhpolding aus über atemberaubende Alpenlandschaften, insgesamt über 600 Kilometer und 19.000 Höhenmetern bis Riva del Garda bezwungen. Hier ein Ausschnitt aus dem Rennbericht:

Tag 1: Ruhpolding - Saalfelden 101 Kilometer und 2260 Höhenmeter: zum Auftakt gibt es für unser 2er Team eine lange Etappe, die zwar auf dem Papier noch nicht ganz die konditionelle Herausforderung darstellt, aber nach ca. 42 Kilometern Richtung Österreich wartet im Heutal bereits ein knackiger Anstieg.
Tag 2: Saalfelden - Mittersill 64 Kilometer und 2400 Höhenmeter: auf der vermeintlich kurzen Etappe erlebt man alles was das Bikerherz begehrt, "kurz aber oho" Kletterpartie inbegriffen.
Tag 3: Mittersill - Sillian 118 Kilometer und 3600 Höhenmeter: eindeutig die Königsetappe mit Überquerung eines Alpenhauptkamms (Tauernkreuz) - abwechslungsreicher Mix aus schieben, tragen und fahren.
Tag 4: Sillian - Alleghe 89 Kilometer und 2600 Höhenmeter: eine der schönsten Etappen mit Highlights für das Auge wie z.B. Ausblicke auf die Sextner Sonnenuhr, die Drei Zinnen, Monte Cristallo, die Tofana, Sorapis und Antelao, die Türme der Cinque Torri, Pelmo, Civetta und Marmolada.  Zudem wird ein Stück des Dolomiti Superbike befahren und sogar 30km auf der Tour de Ski.
Tag 5: Alleghe - San Martino 73 Kilometer und 3200 Höhenmeter: pausenloses Bergauf fahren
Tag 6: San Martino - Levico Terme 88 Kilometer 2500 Höhenmeter: Ruhe vor dem Sturm nach Riva; letzter Anstieg in den Dolomiten und der 1600 Höhenmeter Abfahrspaß fordert die Bremsbeläge
Tag 7: Levico Terme - Riva del Garda 74 Kilometer 2600 Höhenmeter: ein Spitzkehrentrail fordert noch einmal höchste Aufmerksamkeit, bevor sich auf den letzten 15 Kilometern Vorfreude, Freude, loslassen und den Traum genießen, breit macht.                                    
Eine erlebnisreiche Woche unter Gleichgesinnten ging zu Ende - es bleibt der Stolz "dabei gewesen zu sein" und vor allem gesund das Ziel erreicht zu haben. Das Ergebnis war bevor die beiden an den Start gingen erstmal zweitrangig. Allerdings wurde schnell klar, dass sie sich bei dem stark besetzen Teilnehmerfeld gut behaupten konnten. Sie belegten in der Endwertung einen guten Platz im Mittelfeld. Man hat schon den ein oder anderen Satz gehört so in der Art "beim nächsten Mal müssen wir dieses und vielleicht jenes anders machen, um.. " wir können davon ausgehen: Fortsetzung folgt.

 

Christa Schmid und Susi Winkler beim Arber Radmarathon

E-Mail Drucken

IMG-20150726-WA0003

Am Sonntag, den 26. Juli fand der Arber Radmarathon statt. Mitten unter den knapp 7.000 Startern auch zwei Mainburger TSV Athletinnen, die sich für die Strecke C (125 km und 1100 HM) angemeldet hatten. Insgesamt gibt es 5 (zwischen 55 und 250 km) anspruchsvolle, aber landschaftlich wunderschöne Strecken durch den vorderen bayerischen Wald und das hügelige Arbergebiet mit knackigen kurzen Anstiegen. Um 8 Uhr fiel für die beiden Damen am Dultplatz in Regensburg der Startschuss und mit 23° und Sonnenschein gab es perfektes Wetter für diesen Sport. Auch die Kulinarik kam nicht zu kurz, denn an insgesamt 3 Verpflegungsstellen wurde ausgiebig für das leibliche Wohl gesorgt. Im Ziel angekommen ging es gemütlich weiter und man ließ den Nachmittag im Zielbereich ausklingen.

 

Dudek und Winkler finishen bei der Challenge Roth

E-Mail Drucken

  fertig 4

 

"Guat schaust aus!"

Das ist die wohl verbreitetste Lüge, die bei einem Langdistanzrennen den Athleten üblicherweise zugerufen wird.

... Es sei denn, man bereitet sich so akribisch vor wie Susi Winkler und Wanda Dudek für ihren ersten Start bei der Challenge Roth. Beide hatten jeweils einen Trainer engagiert, der sie zielgerichtet über 8 – 12 Monate mit Plänen versorgte. Diese wurden bis zum Tag X äußerst diszipliniert abgearbeitet, so dass der geneigte Zuschauer am Streckenrand überhaupt keine motivationssteigernden Lügen verbreiten musste. Meistens jedenfalls.

Nachdem also die gesamte Freizeit geopfert, die mentale Stärke ins unmenschliche gesteigert und auch das letzte Detail bedacht wurde, folgte der Auftakt im fränkischen Roth bereits am Vortag des Wettkampfs. Die Rad- und Wechselbeutelabgabe ist ein logistischer Kraftakt, Wettkampfbesprechung, Messerundgang, Pastaparty – es gab genügend zu tun. Immerhin lenkte das von der allgegenwärtigen Angst ab, zu wenig trainiert oder irgendwas vergessen zu haben. Die sorgte erst in der Nacht für ein paar schlaflose Stunden. Letztendlich waren die Ladys froh, als es dann endlich losging.

Der Tag begann um 4.00 Uhr morgens mit moderater Anspannung, die sich von Minute zu Minute steigerte, um zum Start um 6.45 Uhr ihren Höhepunkt zu erreichen. In Roth wird in Startgruppen geschwommen und zudem im Main-Donau-Kanal, sodass die erste Disziplin erwartungsgemäß für beide Damen kein Problem war. Wanda schwamm starke 1:06 Stunden auf den 3,8 Kilometern. Susi benötigte knapp 20 Minuten mehr und wurde deshalb von den schnellen Schwimmern der Startgruppe hinter ihr eingeholt. Der erste Wechsel klappte reibungslos, nicht zuletzt wegen den sehr aufmerksamen Helfern, die routiniert jeden Handgriff beherrschten.

Das Radeln gestaltete sich zunächst recht angenehm. Am frühen Morgen waren die Temperaturen noch erträglich, der Wind stellte sich erst auf der zweiten Radrunde ein. Erst mal hieß es also die Highlights genießen. Die Biermeile in Eckersmühlen, der Kalvarienberg in Greding sind da unter anderen zu nennen. Und natürlich der Solarer Berg in Hilpoltstein, das Mekka der Triathleten schlechthin. Dort wird man regelrecht von den Zuschauermassen hochgetragen. Aber auch auf dem Rest des Radparcours standen immer wieder die mitgereisten Fans und feuerten die beiden Mainburgerinnen frenetisch an. Erst als der Wind zunehmend stärker und böiger blies wurde es kräftezehrender. Und auch schmerzhafter. Rücken, Nacken, Füße und der Allerwerteste meldeten maximale Bedenken an. Die zweite Wechselzone wurde deshalb von den beiden Athletinnen sehnsüchtig erwartet und auch nach 6:05 Stunden (Wanda) beziehungsweise 6:30 Stunden (Susi) erreicht. Schließlich stand dann nach den 180 Kilometern auf dem Rad ja nur noch der Marathon auf dem Programm.

Aber Frau wäre nicht Frau, wenn nicht erst mal komplettes Umziehen angesagt wäre. Das Auge läuft schließlich mit und Prüderie ist in der Wechselzone sowieso am falschen Platz. Auch hier wurde von der internationalen Helferschar maximal unterstützt. Solchermaßen erfrischt spulte Susi wie im Training geübt und immer mit Blick auf die Pulsuhr konstant Kilometer um Kilometer runter. Wanda indessen versuchte es erst mal wechselnd zwischen Laufen und Power-Walking-Modus. Dass es bei ihr nicht ganz rund lief, ist in ihrem Zuruf an einen mitgereisten Fan gut dokumentiert: „Nie wieder mache das!“, gab sie glaubwürdig zum Besten. Erst ab Kilometer 35 kam bei ihr die zweite Luft, womöglich hätte die Lauftrecke noch ein paar Kilometer länger sein müssen.
Susi hingegen hatte ab 28 Kilometer zu beißen, aber schließlich ist das die Ironmandistanz, da kann man das schon erwarten. Wer beißt braucht auch etwas zu trinken, bei den mittlerweile herrschenden hohen Temperaturen vorzugsweise Isotonisches. Es geht das Gerücht, Susi hätte den Rat befolgt und an der vorletzten Verpflegungsstation Bier getrunken. Das würde den glücklichen Gesichtsausdruck auf den letzten Laufkilometern erklären.
Letztendlich erreichte Susi nach 5:11 Stunden und Wanda nach 4:55 Stunden souverän das eigens aufgebaute Rother Stadion, um den Zieleinlauf dann ganz unterschiedlich wahrzunehmen. Beide verbindet aber die große Erleichterung und die Freude über das Erreichte, worauf sie auch stolz sein können. Wanda schaffte eine Endzeit von 12:15:38 Stunden, Susi 13:22:11 Stunden und sind somit als gestandene Eisenfrauen im Mainburger Triathlon-Olymp angekommen. Als solche nimmt die weitere Entwicklung vermutlich den üblichen Verlauf. Am Ende des Wettkampfs beteuert man, so etwas nie wieder zu machen. Am Tag danach folgt die Relativierung - vielleicht in 30 – 40 Jahren nochmal. Einen weiteren Tag später kommt dann die Zusicherung, auf keinen Fall nächstes Jahr. Man darf also gespannt sein, wer im nächsten Jahr wieder ein Langdistanzrennen bestreitet.

 

 


Seite 2 von 22