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Start Triathlon So sehen Ironmen (Triathlonlangstreckler/innen) aus:

So sehen Ironmen (Triathlonlangstreckler/innen) aus:

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Ironman-Premiere in Regensburg

Franz Reitmeier und Michael Senft bewältigen Ironman in Regensburg mit Bravour

Nach der etablierten Veranstaltung in Frankfurt/Main fand erstmals in Regensburg ein zweiter Ironman-Triathlon in Deutschland statt. Dieses Spektakel ließen sich Franz Reitmeier und Michael Senft aus Mainburg nicht entgehen. Pünktlich um 7:00 Uhr schickte sie Neutraublings Bürgermeister Kiechle zusammen mit den über 1.800 anderen Ausdauersportlern auf die 3,8 km lange Schwimmstrecke im Guggenberger See. Michael Senft, der ein leidenschaftlicher Schwimmer ist, konnte diesen bereits nach 1:00:17 Stunden als Fünfundvierzigster wieder verlassen, während Reitmeier sich ein wenig mehr Zeit ließ und 1:14:12 Stunden benötigte.

Nach einem kurzen Wechsel ging es nun auf die 180 km lange anspruchsvolle Radstrecke durch den Landkreis Regensburg. Hier konnte Reitmeier die verlorene Zeit vom Schwimmen mehr als gut machen. Bereits nach 70 Kilometern überholte er seinen Mainburger Mitstreiter. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 35 km/h beendete er in 5:08:10 Stunden den zweiten Teil des Triathlons als 179. Senft dagegen durfte darüber philosophieren, dass weniger Radkilometer im Training meistens eine längere Radzeit im Wettkampf bedeuten. In seinem Fall genau 5:41:10 Minuten, was aber seiner Begeisterung keinen Abbruch tat. Die vielen mitgereisten Freunde und Vereinskameraden feuerten die beiden Athleten nun beim abschließenden Marathonlauf durch die aufgeheizte Regensburger Innenstadt frenetisch an.
Das war bei der härtesten Disziplin aber auch nötig, gingen doch beide über Ihre Grenzen hinaus. Michael Senft bekam bereits bei Kilometer 15 Probleme im Oberschenkel, die ihn immer wieder zwangen Teilstücke zu gehen, was sich natürlich auf seine Endzeit niederschlug. Für ihn spielte das allerdings keine Rolle, hatte er sich doch nach einer schweren Erkrankung vorgenommen, den Wettkampf zu genießen und das Ziel zu erreichen. So beendete er den Marathon überglücklich und zufrieden in einer Zeit von 5:03:11 Stunden.
Auch Franz Reitmeier hatte kurzzeitig Krämpfe in den Beinen, die er aber durch Einnahme von Salz wieder in den Griff bekam. Er beendete die 42,195 Kilometer deutlich unter der magischen Vier-Stunden-Grenze in 3:52:16. Im Ziel wurden beide von den Zuschauern begeistert empfangen, ein unbeschreibliches Gefühl für einen Athleten nach den vielen Stunden der Anstrengung und Konzentration. Das lässt alle Schmerzen mit einem Mal vergessen.
Franz Reitmeier war mehr als zufrieden mit seiner Endzeit von 10:21:16. Stunden (16. in seiner Altersklasse). Die vielen Entbehrungen in der monatelangen Vorbereitungszeit hatten sich also gelohnt. Noch dazu verfehlte er nur knapp einen Startplatz nach Hawaii.
Michael Senft beendete seinen ersten Ironman in einer sehr guten Endzeit von 11:51:52. Er wurde 168. in seiner Altersklasse und hat nun Blut geleckt für weitere Großtaten.
Als Abschluss des Tages genossen die überglücklichen Ironmanfinisher am Abend noch die Stimmung im Zielbereich und freuten sich dann endlich die Beine hochlegen zu können.

 

Sabine Deifel und Gerhard Schmitt mit respektablen Leistungen in Roth

Sabine Deifel und Gerhard Schmitt waren die diesjährigen Teilnehmer des TSV Mainburg beim traditionsreichen Langdistanztriathlon in Roth. Während Gerhard schon ein alter Hase auf der 3,8 km langen Schwimmstrecke, den 180 km auf dem Rad und dem anschließenden Marathon ist, war Sabine zum ersten Mal am Start. Bereits um 6:25 Uhr begann für sie das ungeliebte Schwimmen. Inmitten vieler Beine benötigte sie einige Zeit, um einen Rhythmus zu finden. Erschwert wurde das zusätzlich durch einen schmerzhaften Schlag auf die Brille. Nachdem dieser verdaut und das eingedrungene Wasser entleert war, gelang ihr dann aber trotzdem eine Schwimmzeit von 1:30 Stunde, mit der Sabine mehr als zufrieden war.

13 Minuten schneller war Gerhard, der eine halbe Stunde nach Sabine ins Wasser ging. Nach einem zügigen Wechsel hieß es nun Druck auf die Pedale zu bringen. Ideale äußere Bedingungen erlaubten ihm bald die Durchfahrt des Höhepunktes des ganzen Rennens, dem „Solarer Berg“. Eine Stimmung wie bei der Tour de France peitsche dort jeden Sportler die eher moderate Steigung hoch. Mit dabei waren auch eine große Zahl an Begleitern aus dem Verein und dem Freundeskreis, die für zusätzliche Motivation sorgten. Eine sehr gute Radzeit von 5:20 Stunden war auch deshalb das Ergebnis und der Lohn für die vielen Trainingskilometer bei Wind und Wetter.

Für Sabine waren die 180 Kilometer bezogen auf die Streckenlänge zugleich Rekord. Im Training hatte sie bis dahin als längste Tour 160 Kilometer am Stück zurückgelegt. Dass man aber trotzdem schnell unterwegs sein kann, bewies sie mit ihrer Zeit von 6:28 Stunden, was immerhin einem Schnitt von fast 28 km/h entspricht.

Es folgte die Paradedisziplin beider TSV-Athleten. Die Strecke war ihnen von früheren Teilnahmen als Einzel- und Staffelstarter bereits bekannt. Sabine lief in gewohnt konstantem Tempo und überholte einen Konkurrenten nach dem anderen. Ab Kilometer 27 war sie aber an ihrer körperlichen Grenze angelangt. Es wurde zunehmend schwerer das Tempo und die Motivation hoch zu halten, eine Erfahrung, die auf der Langdistanz dazu gehört und den Reiz ausmacht. Hier halfen wieder einmal die Zuschauermassen am Streckenrand, die die Athleten antrieben. So kam auch Sabine letztendlich souverän mit einer Laufzeit von 4:02 Stunden ins Ziel. Alle Schmerzen waren vergessen, die Gesamtzeit von war mit 12:08 Stunden sowieso weit unter dem, was sie sich vorgestellt hatte. In der Endabrechnung landete sie damit auf Platz 165 von 308 Damen im Ziel, in der Altersklasse sogar noch weiter oben auf Platz 31 von 72 gewerteten Athletinnen.

Sabines Dank gilt an dieser Stelle ihren Eltern, der Caritas und dem Cabrini Kinderheim in Offenstetten, die während des Trainings und des Wettkampfs Sabines behinderte Tochter betreut hatten und so den tollen Erfolg mit ermöglichten.

Erfolgreich verlief das Rennen auch für Gerhard. Als bekannt starker Läufer legte er einen sehr flotten Marathon in 3:30 Stunden hin. Nach eigenem Bekunden hatte er dabei keinerlei Probleme. Die Gesamtzeit von 10:15 Stunden bedeutet für ihn Bestzeit auf dieser Distanz. Mit Platz 465 von 2370 Athleten liegt Gerhard deutlich im vorderen Viertel des Feldes. Dass es in der Alterklasse 40 mit dem 101. Platz von 608 nicht ganz für die Top 100 gereicht hat, dürfte für ihn lediglich statistischen Wert haben.