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Triathlon-Festwochen in Roth

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Jedes Jahr blickt die Triathlonwelt nach Roth, wo seit Jahrzehnten einige der beliebtesten Wettkämpfe überhaupt stattfinden. Begonnen wurde wie jedes Jahr mit dem Rothsee-Triathlon, dem erklärten Lieblings-Rennen von Michael Klement. Weiterer TSV-Starter über die Olympische Distanz war Andreas Klinger, der bei optimalem Wetter und ebensolcher Stimmung die 1500 Meter Schwimmen zum Auftakt in nur 21:48 Minuten hinter sich brachte, Michael benötigte 40 Sekunden mehr.
Beim anschließenden Radfahren bolzten beide mit einem Schnitt von 36 km/h über die Piste, sodass sie nach 1:09 Stunden für die 40 Kilometer mit gleichem Abstand auf die abschließende 10 Kilometer lange und wellige Laufstrecke entlang des Rothsees gingen. Auch hier hatte Andreas die Nase mit 39:19 Minuten im Vergleich zu Michael mit 41:04 Minuten vorn. Im Ziel waren beide mit ihrer Zeit und der Platzierung zufrieden. Andreas benötigte insgesamt 2:10 Stunden und erreichte damit Platz 8 in seiner Altersklasse. Für Michael reichte es nach 2:13 Stunden zu Platz 21. Für die Strapazen entschädigten das reichhaltige Buffet und die tolle Stimmung bei diesem Traditionswettkampf, der den Vergleich zu seinem „großen Bruder“ Challenge Roth nicht zu scheuen braucht.

Hier waren zwei Wochen später ebenfalls Mainburger Triathleten über die Langdistanz am Start und zwar als Einzelstarter sowie je eine Frauen- und eine Männer-Staffel. Zum ersten Mal in der Altersklasse 50 wollte es Manfred Knogler noch einmal wissen. Bestens trainiert mit Hilfe des Trainingsplans eines professionellen Coachs, fit gemacht von einem befreundeten Physiotherapeuten und während des Rennens versorgt vom Vereinskollegen absolvierte er souverän sein Rennen. Mit der Schwimmzeit von 1:06 Stunden über 3,8 Kilometer im Main-Donau-Kanal war Manfred äußerst zufrieden, ist doch diese Disziplin eigentlich seine schwächste. Beim folgenden Radfahren über 180 km nahm er bewusst das Tempo heraus um sich nicht vorzeitig zu verausgaben. Diese Schonhaltung war aber immer noch für eine Zeit von 5:13 Stunden oder einen Schnitt von 34,6 km/h gut. Beim Laufen, seiner stärksten Disziplin, spielte Manfred seine ganze Routine aus und rannte sehr gleichmäßig eine fabelhafte Zeit von 3:18 Stunden über die Marathon-Distanz. In der Summe ergab das 9:41:50 Stunden und somit Platz 5 in der Altersklasse und Treppchen-Platz 2 in der „Deutschen Challengemeisterschaft“

Noch schneller unterwegs war die Männer-Staffel „2 and a half Man“ bestehend aus Franz Niedermeier, Hans Schmid und Kurt Zimmer. Nicht geklärt ist allerdings, welcher der drei die halbe Portion ist, haben doch alle ausgewachsene Bestleistungen abgeliefert. Franz schwamm 57:37 Minuten, Hans konnte nach 4:51 Stunden deutlich unter fünf Stunden sein Rennrad wieder in den Ständer stellen und Kurt rannte in 3:26 Stunden eine ebenfalls famose Zeit. So war das Ziel bereits nach 9:18:30 Stunden erreicht und die drei konnten sich über Platz 33 von 336 Männer-Staffeln freuen.

Die Frauen indes mussten improvisieren. Die geplante Staffelläuferin musste aufgrund einer Erkrankung kurzfristig absagen. Sabine Deifel ist zum Glück immer so gut trainiert, dass sie jederzeit einen Marathon laufen kann. So erklärte sie sich bereit, diesen Part zu übernehmen - der Staffelstart war gerettet.
Doch zuerst durfte um 8:45 Uhr, fast zwei Stunden nach dem Start von Manfred Knogler Susi Winkler in den Kanal um die erste Disziplin zu meistern. Nach sechs Monaten eiserner Vorbereitung auf das ungeliebte 3,8 Kilometer lange Schwimmen lief es bei ihr richtig gut. Bereits nach 1:23 Stunden folgte der Wechsel auf Gabi Meier, die bei nun schwülen Temperaturen die 180 Kilometer auf dem Rad zu absolvieren hatte. Dabei lief es bei ihr nach eigenen Angaben nicht rund. Sie fand nicht zu ihrem Tritt und war nach dem Rennen sehr unzufrieden mit sich selbst.
Sabine hingegen spulte Kilometer für Kilometer in gleichmäßigem Tempo ab, obwohl ab Kilometer 20 ein heftiges Gewitter mit Wind, Blitz und Donner aufkam. Keine Minute dachte sie ans Aufhören sondern lief bei strömendem Regen nach 3:45 Stunden mit ihren Staffelkolleginnen ins Ziel. 11:49:28 Stunden war die Gesamtzeit, was Platz 27 von 35 Frauenstaffeln bedeutete.
Mit dem Satz "Schee wars wieder!" sprach Sabine für die Mainburger Triathleten schließlich das Schlusswort zu den diesjährigen Rother Triathlon-Festwochen. Man darf annehmen, dass bereits für das nächste Jahr trainiert wird.