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Start Triathlon Kurt Zimmer bei der Erstaustragung des "Ironman Mallorca" am Start

Kurt Zimmer bei der Erstaustragung des "Ironman Mallorca" am Start

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Hola statt Aloha

Die deutsche Triathlon Saison hatte sich bereits dem Ende zu geneigt, als sich Kurt Zimmer Ende September auf den Weg zur Erstaustragung des Ironman Mallorca machte. Dem Hawaii Europas – wie der Veranstalter den Premierenwettkampf auslobte.

Das Schwimmen fand bei Morgendämmerung in der schönen Bucht von Alcudia statt – Kurt ist bekanntermaßen ein solider Schwimmer und so absolvierte er die 2 Schwimmrunden (Landgang inklusive) in knapp unter 60 Minuten. Wie viele Athleten erwischte auch ihn eine Qualle, was zunächst für Irritation und Schmerzen sorgte, aber bei dem tosenden Applaus der Zuschauermassen am Strand, diese schnell vergessen ließ.

Ursprünglich war sein Gedanke: radfahren durch das hügelige und von vielen Trainingslagern bekannte Terrain rund um Arta und dann durch das selektiv bergige Tramuntana Gebirge – KLASSE – aber: es beginnt für Kurt das tatsächlich verblüffendste Ironman Rennen an dem er je teilgenommen hat.

„Bin ich hier beim Mannschaftszeitfahren der Tour de France“ dachte Kurt bereits nach den ersten 15 Kilometern auf seiner Paradedisziplin. Es überholt ihn eine Gruppe von ca. 20 Athleten – „das darf doch wohl nicht wahr sein, was mache ich jetzt? Mitgehen oder wegfahren? No drafting“ schreit Kurt, geht aus seiner Komfortzone und fährt am nächsten Hügel ein Loch raus. Aber die immer größer werdende Gruppe holt ihn wieder ein – keine Chance allein gegen Viele – der Kampf gegen Windmühlen beginnt. Für Kurt als fairen Sportsmann jedoch keine Frage – er versucht so gut es geht, seine Abstände regelkonform einzuhalten und erreicht nach 5:13 Stunden auf dem Rad die Wechselzone.

Kurt der sich selbst nicht unbedingt als guter Bergfahrer bezeichnet, ist trotzdem sehr zufrieden mit sich, ihm war im Vorfeld klar, dass er hier keine persönliche Bestzeit abliefern wird. Die Strecke ist mit 1900 Höhenmetern, dem teilweise schlechten Straßenbelag und dem bekannten Gegenwind auf der Insel, auch ohne „drafting“ schon als sehr anspruchsvoll zu bezeichnen.

Bei knapp unter 40° beginnt dann der abschließende Marathonlauf. Kurt der immer ohne Uhr unterwegs ist absolviert die 4,5 Runden in einer für ihn ordentlichen Zeit von 3:40 – und läuft am traumhaften Strand von Alcudia ins Ziel – ein kleines bischen Aloha Feeling kann da durchaus aufkommen, meinte Kurt – aber natürlich nur ein kleines bischen – smile!!

„Mehr war hier für mich einfach nicht drin“ sagt er nach dem Rennen – „eine Hawaii Quali auf diesem für mich sehr schwerem Kurs einfach nicht machbar – da waren andere einfach besser“ sagt Kurt nach dem Rennen.

Mit einer Endzeit von 10:05 aber durchaus zufrieden, wurde er im Ziel von seinem Vereinskollegen Franz, der unglücklicherweise durch einen Sturz eine Woche vor dem Rennen nicht teilnehmen konnte, empfangen; dann wurde erstmal gemütlich am Strand ein „Feierabend Bierchen“ geschluckt und die Athleten angefeuert die noch auf der Strecke waren.