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Start Triathlon Susanne Winkler startet beim Half Challenge Triathlon in Paguera auf Mallorca

Susanne Winkler startet beim Half Challenge Triathlon in Paguera auf Mallorca

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Mitte Oktober ging es für mich dann bereits zum dritten Mal in diesem Jahr auf die Insel. Aber ich kann Euch sagen, es gibt wirklich schlimmeres. Der wunderschöne Ort Paguera im Süden von Mallorca war Austragungsort der ersten Half Challenge und meiner Premiere auf dieser Distanz.

Unglaubliches Glück hatte ich mit der Hotelauswahl, die eher ein Zufallstreffer war, da wir uns in diesem Teil Mallorcas nicht ganz so gut auskennen. Aber es lag direkt an der Rennstrecke. Registrierung, Schwimmstart, Wechselzone, alles innerhalb von 5 Minuten erreichbar. Optimaler geht es nicht.

Das Wetter war noch sehr schön, um nicht zu sagen für einen Spätsommer sehr heiß, mit Temperaturen weit über der 30° Grenze.

Allerdings ist uns bei unserer Ankunft als erstes die rote Fahne am Strand aufgefallen und die dazugehörigen gefühlten 2m hohen Wellen. Ich dachte „hallo? Da soll ich rein? Ne oder?“ Ehrlichgesagter Weise machte sich dann ein eher unangenehmes Gefühl in mir breit. Hatte ich doch eh einen riesen Respekt vor dem Schwimmen im Meer – und dann auch noch bei diesem Wellengang. Etwas eingeschüchtert habe ich dann tags darauf an der Wettkampfbesprechung teilgenommen, in der Hoffnung, dass aus dem Triathlon vielleicht ein Duathlon gemacht wird. Aber natürlich - Nö!

Den Blick auf die anderen Teilnehmer gerichtet, dachte ich nur so für mich, „oh Mann die sehen alle verdammt gut und athletisch aus“. Na ja es handelt sich ja auch um eine Europameisterschaft - klar dass die hier keine Angst vor hohen Wellen haben.

Am nächsten Morgen dann aber die Überraschung – das Meer war aalglatt und der späte Start um 12:25 Uhr kam mir als Morgenmuffel auch ziemlich entgegen. Was ich vorher für unmöglich gehalten habe, ist eingetroffen. Meine Angstdisziplin, dass Schwimmen, hat mir am meisten Spaß gemacht. Im kristallklaren Wasser an dem man am Wettkampftag bis zum Grund sehen konnte, kam ich mir vor wie ein Fisch. Die Sonnenstrahlen haben bis 2m unter der Wasseroberfläche geglitzert und die Blubberblasen der Schwimmerinnen zum leuchten gebracht. Es war unglaublich. Für die 1,9km habe ich „nur“ 41 Minuten benötigt, immerhin 2 Minuten schneller als erwartet und das obwohl ohne Neo geschwommen wurde. Für mich ein super Ergebnis. Die Wechselzone war aber ewig lang – es gab fast 500m zu laufen, das ist schon etwas ungewöhnlich, aber es galten ja für alle dieselben Bedingungen.

Auf dem Rad wollte ich dann keinesfalls überziehen und bin gleichmäßig mein Tempo gefahren, auch an den Anstiegen hatte ich immer meinen Puls im Blick. Die Strecke die in 2 Runden zu fahren war, war durchaus selektiv - aber sehr schön und ich war voll in meiner Zeit. Ich wusste wenn ich nach 3:15 – 3:20 in die Wechselzone komme, kann ich noch einen guten Halbmarathon laufen; das hatte ich zu Hause hundertfach trainiert. Mit meiner Radzeit von 3:14h war ich also rundherum happy.

War es die Hitze, oder die falsche Verpflegung auf dem Rad? Ich bin nicht sicher. Ich weiß nur, dass mir ab Kilometer 1 auf der Laufstrecke unglaublich schlecht war. Am Strand habe ich mich dann erstmal unter eine kalte Dusche gestellt und gefühlte 10 Minuten im Dixi verbracht. Aber es wurde einfach nicht besser – auch eiskaltes Cola und Salzstangen die mir Kurt organisiert hatte, haben nicht geholfen.

Ich habe mich dann zu ihm an den Straßenrand gesetzt und überlegt ob ich aufhören oder weiter machen soll? Letztendlich wollte mein Kopf ins Ziel, aber mein Körper nur noch ins Hotel. Da meine anvisierte Zeit sowieso schon unerreichbar war hatte ich nix zum verlieren und so sagte ich mir, okay dann wanderst Du halt ins Ziel.

Und so kam es dann auch – es war wirklich das Schlimmste was ich jemals gemacht habe – 3 Stunden für 21,2 Kilometer unter Qualen. Aber letztendlich war ich dann doch ein Sieger und ich bin froh über diese Erfahrung. Ich weiß jetzt: es kann nur noch besser werden – smile!