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Start Triathlon Hans Schmid erneut beim härtesten Triathlon der Welt erfolgreich

Hans Schmid erneut beim härtesten Triathlon der Welt erfolgreich

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 3,86 Kilometer Schwimmen im Pazifischen Ozean, 180 Kilometer Rad fahren überwiegend auf einem Highway mitten durch schwarze, heiße Lavafelder und zum Abschluss noch ein ganzer Marathonlauf lang bei extremer Hitze und Luftfeuchtigkeit – Wer das gerne erleben will muss zum Ironman-Triathlon auf Hawaii.

Doch so einfach ist das nicht, denn zuvor muss man sich qualifizieren und dann eine lange und beschwerliche Anreise von Frankfurt über San Francisco nach Kona auf Hawaii über sich ergehen lassen.

Hans Schmid aus Siegenburg nahm das bereits zum zweiten Mal nach 2009 auf sich, nachdem er sich in Kalmar/Schweden sieben Wochen zuvor einen Startplatz für die Ironman Weltmeisterschaft erkämpft hatte. Damit war er einer von 160 Athleten aus ganz Deutschland, die sich diesen sportlichen Traum erfüllen konnten.

Bei der Mutter aller Triathlons herrschten dieses Jahr im Vergleich zu den vergangenen Jahren richtig harte Bedingungen mit starken Wellen, heftigem Wind, großer Hitze und Luftfeuchtigkeit. Bedingungen, die vor allem den starken Radfahrern im Feld entgegenkommen. Nicht zuletzt deswegen konnte mit Sebastian Kienle, dem stärksten in dieser Disziplin, endlich wieder ein Deutscher das Siegerpodest erobern.

Einige Tage nach der Ankunft hatte sich auch Hans Schmid akklimatisiert und letzte Tipps von den Profis beim morgendlichen Schwimmen am Pier eingeholt. So ging es für den TSV Mainburg startenden Triathleten zusammen mit den anderen 2186 Athleten an die erste Disziplin, dem Schwimmen im lauwarmen Pazifik, wo ihn die Unterwasserwelt mit bunten Fischschwärmen, Schildkröten und Delfinen beeindruckten. Aber da er nicht zum Bewundern der heimischen Fauna angereist war, legte er auch ein ordentliches Tempo vor, so dass die 3,86 Kilometer bereits nach 1:09 Stunden zurückgelegt waren.

Nach dieser Erfrischung zu Beginn wartete nun der Highway durch die schwarze Lavawüste, durch die die Hitze noch verstärkt wird und man durch den Wind das Gefühl hat, ein Fön bläst einem ins Gesicht. Dementsprechend hatten die Organisatoren für eine gute Versorgung sowohl auf der Rad- als auch auf der Laufstrecke gesorgt. Es gab eiskalte Getränke, flüssige Kohlehydratgels und crushed Eis zum Abkühlen, so dass den Athleten etwas Linderung verschafft wurde.

Hans Schmids Ehrgeiz war aufgrund der kurzen Regeneration seit seinem Qualifikationsrennen in Schweden eher bescheiden – „Spaß haben und mit einem Lächeln ins Ziel laufen“, so seine Aussage vor dem Start. Deshalb versuchte er auf dem Rad ein möglichst gleichmäßiges Tempo zu fahren und nicht allzu viel an Substanz zu verlieren. Schließlich sollte ja noch ein Marathon gelaufen werden. 5:25 Stunden benötigte er für die 180 Kilometer, was einem Schnitt von über 33 km/h entspricht. Dass das die richtige Taktik war, zeigte sich beim Laufen. Zwar verlor er auf den 42,195 Kilometern noch über 20 Plätze, aber immerhin war er mit seiner Zeit von 3:59 Stunden noch unter der Vier-Stunden-Marke. Und, soviel Zeit muss sein, 300 Meter vor dem Ziel ließ er sich nicht nehmen, die Lederhose anzuziehen und sich eine Bayernfahne zu schnappen. Derart gerüstet reichte es beim Zielbanner nicht nur für ein Lächeln. Neben der Endzeit von 10:43:11 Stunden ziert nun ein breites Lachen das Zielfoto, das Hans Schmid als Andenken an den härtesten Triathlon der Welt, den Ironman Hawaii, mit nach Hause nehmen konnte.